
Vorbemerkungen
Teil I: Konfiguration mit ISDN
Netzwerkkarten Treiber
Netzwerke definieren
Masquerading
Domain Konfiguration
Teil II: Unterschiede bei T-DSL
Teil III: Anpassen der Clients
Teil IV: Besonderheiten in Windows Netzwerken
Nun zu den Sachen, die wir brauchen werden:
Also auf zum Einrichten des Netzwerks:
#------------------------------------------------------------------------------ # Ethernet card drivers: # uncomment your ethernet card #------------------------------------------------------------------------------ ETH_DRV_N='1' # number of ethernet drivers to load, usually 1 ETH_DRV_1='rtl8139' # PCI: RealTek 8129/8139 (not 8019/8029!) PCI ETH_DRV_1_OPTION='' # additional option, e.g. 'io=0x340' for neWir haben zwar 2 Netzwerkkarten, aber da alle baugleich sind, brauchen wir nur einen Treiber zu laden. Als PCI Karte braucht die Realtek 8139 idR. keine Options, da die Adressen vom Bios zugeteilt werden.
Für den Fall, daß doch verschiedene Karten verwendet werden, sind hier entsprechend fuer alle verschiedenen Kartentypen separate Treiber anzugeben. Beispiel:
ETH_DRV_N='2' # number of ethernet drivers to load, usually 1 ETH_DRV_1='rtl8139' # PCI: RealTek 8129/8139 (not 8019/8029!) PCI ETH_DRV_1_OPTION='' # additional option, e.g. 'io=0x340' for ne ETH_DRV_2='8390 ne' # ISA: NE2000 ISA clone ETH_DRV_2_OPTION='io=0x220' # additional option, e.g. 'io=0x340' for neIn diesem Beispiel Clients benutzen wir eine oder mehrere baugleiche Realtek 8139 und einen ISA NE2000 Clone. Wieder werden lediglich für unterschiedliche Kartentypen Treiber geladen. Mehr zu verschiedenen Karten und Treibern findet sich in der Dokumentation von Fli4l selbst, Abschnitt 2.3.
Bei verschiedenen Karten werden diese in der angegebenen Reihenfolge eingebunden,
bei gleichen Karten hingegen ordnet der Treiber die Karten in ihrer Reihenfolge
nach eigenem Gutdünken. Hier kann man lokal vom Router aus mittels pingen
der Clients und dem Durchprobieren der Kabel die richtige Zuordnung finden.
Einfach beispielsweise das Kabel zu 192.168.1.2 nacheinander an die verschiedenen
Netzwerkkarten anschliessen und jeweils versuchen, 192.168.1.2 zu pingen, bis
man eine Antwort bekommt. Dann entsprechend das Gleiche für die anderen
Clients mit den verbleibenden Karten.
Wenn wir die soweit haben geht's weiter zu den Netzwerken:
#------------------------------------------------------------------------------ # Ether networks used with IP protocol: #------------------------------------------------------------------------------ IP_ETH_N='2' # number of ip ethernet networks, usually 1 IP_ETH_1_NAME='' # optional: other device name than ethX IP_ETH_1_IPADDR='192.168.1.1' # IP Address der Karte im Router im ersten Netzwerk IP_ETH_1_NETWORK='192.168.1.0' # erstes Netzwerk IP_ETH_1_NETMASK='255.255.255.0' # Subnetzmaske, bei allen gleich IP_ETH_2_NAME='' IP_ETH_2_IPADDR='192.168.2.1' # IP Adresse der Karte im Router im zweiten Netzwerk IP_ETH_2_NETWORK='192.168.2.0' # zweites Netzwerk IP_ETH_2_NETMASK='255.255.255.0' # wuerde so weitergehen: #IP_ETH_3_NAME='' #IP_ETH_3_IPADDR='192.168.3.1' #IP_ETH_3_NETWORK='192.168.3.0' # drittes Netzwerk #IP_ETH_3_NETMASK='255.255.255.0' #IP_ETH_4_NAME='' #IP_ETH_4_IPADDR='192.168.4.1' #IP_ETH_4_NETWORK='192.168.4.0' # viertes Netzwerk #IP_ETH_4_NETMASK='255.255.255.0'
Wenn dies soweit geschehen ist, weiter zum Masquerading:
#------------------------------------------------------------------------------ # Masquerading: #------------------------------------------------------------------------------ MASQ_NETWORK='192.168.0.0/16' # networks to masquerade (e.g. our LAN) # die module je nachdem welche man braucht...Auf diese Weise werden die gesamten Netzwerke maskiert und die Firewall Regel bleiben einfach. Wer will, kann hier aber auch die einzelnen Netze wie im nächsten Beispiel getrennt angeben:
MASQ_NETWORK='192.168.1.0/24 192.168.2.0/24'
Wenn jedoch über ISDN auf ein weiteres 192.168.er Netz zugegriffen wird
(wegen zusätzlichem Anschluß an Firma, o.ä.) müssen die
Netze zwingend getrennt werden.
Weiter zur Domain Konfiguration:
HOSTS_N='3' # number of hosts in your domain HOST_1='192.168.1.1 fli4l' # fli4l (erste NIC) HOST_2='192.168.1.2 client1' # erster client HOST_3='192.168.2.2 client2' # zweiter client # wuerde so weitergehen: HOST_4='192.168.3.2 client3' HOST_5='192.168.4.2 client4'
Die Konfiguration sieht dann bei 2 Clients und dem Router wie folgt aus:
Einstellungen für die Netzwerkkartentreiber bleiben gleich, sofern keine
anderen Kartentypen und damit andere Treiber erforderlich sind.
Netzwerkangaben, Subnetze etc. sind nicht erforderlich.
Hier kann man höchstens die Variable PPPOE_ETH ändern:
#------------------------------------------------------------------------------ # Optional package: PPPoE #------------------------------------------------------------------------------ OPT_PPPOE='yes' # use ppp over ethernet: yes or no PPPOE_NAME='T-DSL' # circuit name, don't write spaces PPPOE_ETH='eth2' # eth card connected to ADSL modem, e.g. 2ndDie Variable eth bezeichnet die Ethernet interfaces und beginnt mit 0. Ich persönlich habe hier die letzte NIC genommen, weil dies das einfachste ist. Welcher Wert hier genommen wird, ist bei baugleichen Karten eigentlich egal. Sie wird lediglich dann relevant, wenn man zB für den DSL Adapter eine bestimmte NIC verwenden will, so z.B. wenn man generell 100MBit Karten für die Clients verwendet, für die Verbindung zum DSL Adapter aber eine völlig ausreichende 10MBit Karte. Dann muß jedoch oben bei der Angabe der Netzwerke ETH_x_NAME explizit angegeben werden.
IP: 192.168.1.2
Subnetz: 255.255.255.0
Hostname: client1
DNS-Server: 192.168.1.1
Gateway: 192.168.1.1
Client2:
IP: 192.168.2.2
Subnetz: 255.255.255.0
Hostname: client2
DNS-Server: 192.168.1.1
Gateway: 192.168.2.1
Bei der aktuellen Fli4l Version 2.0.x kann zusätzlich das forwarden der NetBIOS Ports zwischen bestimmten Netzen explizit zugelassen werden. So können zwischen den internen Rechnern Windows Freigaben genutzt werden, gleichzeitig aber die Ressourcen gegenüber dem Internet vor Zugriffen geschützt werden.
#------------------------------------------------------------------------------ # Routing: ports to reject/deny forwarding (from inside and outside!) #------------------------------------------------------------------------------ FORWARD_DENY_PORT_N='1' # no. of ports to reject/deny forwarding FORWARD_DENY_PORT_1='137:139 REJECT' # deny/reject forwarding of netbios FORWARD_TRUSTED_NETS='192.168.1.0/24 192.168.2.0/24' # but allow forwarding beetween LANs
Hier sollte _auf jeden Fall_ die aktuelle Version von Fli4l verwendet werden, da die Vorversion 1.6.x die Option FORWARD_TRUSTED_NETS nicht zu Verfügung stellte und daher beim forwarden von NetBIOS die internen Freigaben auch dem Internet zur Verfügung gestellt hätte - ein untragbares Sicherheitsrisiko.
Da bei einem Router ferner die vom Windows Netzwerk/NetBIOS verwendeten Broadcasts nicht zwischen den Netzen weitergeleitet werden, tauchen die fremden Rechner nicht in der Netzwerkumgebung auf.
Hier kann über 2 Wege Abhilfe geschaffen werden:
1) Auf Host die Datei "LMHOSTS" anlegen. Hierfür bringt jedes Windows auf der Festplatte eine Beispieldatei "lmhosts.sam" mit, die im Windows Ordner oder in dessen Unterverzeichnissen zu finden ist. Sie enthält ein ausführlich kommentierte Beispielkonfiguration, an der man sich orientieren kann. Danach wird sie als "LMHOSTS" abgespeichert. Wenn danach in der Netzwerkumgebung immer noch nichts zu sehen ist, sollte das Protokoll NetBEUI installiert werden.
oder:
2) Fli4l als DHCP und WINS Server einrichten. Durch den im OPT_DHCP enthaltenen DHCP Server wird die Konfiguration der Clients mit IP, etc. entbehrlich. Der WINS Server (NMBD) ist in OPT_SAMBA enthalten. Genaueres zur Einrichtung findet sich hierzu in der Dokumentation der entsprechenden OPT Packete. Aus Sicherheitsgründen kann man jedoch Bedenken gegen die Einrichtung von Samba auf einem Internet Router haben.
Referenz für den Windows Netzwerk-Teil ist Arno Behrends.
So, nun funzt's hoffentlich ;-). Viel Spass.
Falls Fehler auftauchen, bitte Mail an mich, Karsten
Winkelmann. Wenn nach ausgiebiger Lektüre der Dokumentation,
des Archivs der Mailingliste und dieses Howtos noch Fragen offen sind, helfe
ich gern.
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